Wegwerfgesellschaft

Auf YuccaTree habe ich gerade einen Interessanten Artikel über unsere heutige Gesellschaft gelesen. Auch ich möchte euch meine Erfahrungen zu diesem Thema nicht vorenthalten. Auch wenn mein Post nur ähnlich ist und es sich nicht um das gleiche Produkt handelt haben sie trotzdem miteiander zu tun.

Auf dem Heimweg aus dem Büro komme ich jeden Tag an einem ReWe Markt vorbei. Da in meinem Kühlschrank häufig gähnende leere herrschft ist dies besonders Praktisch, weil ich dann Abends auf dem Weg “schnell” Einkaufen gehen kann. Was mich aber immer wieder stöhrt ist, dass alle Backwaren, z.B. ein Laugensemmel (Für die Hessen: Laugenwecken oder Brötchen) einzeln eingepackt sind! Warum bitte ist das nötig? Warum können nicht alle Semmel in einem Korb liegen?

Das Ergebnis ist ganz klar: Wenn ich zwei Laugensemmel kaufe – habe ich zwei Tüten (aus Papier mit einem plastik Fenster) die ich noch bevor ich die Semmel gegessen habe, wegwerfen kann!

Nehmen wir mal an ich Esse jeden Tag zwei Laugensemmel – das sind 14 Semmel in der Woche – also auch 14 Tüten pro Woche die in den Müll wandern. Kaufe ich meine Semmel jedoch beim Bäcker meines Vertrauens bekomme ich beide in einer Tüte. Das sind dann nur 7 Tüten pro Woche. Wenn ich jetzt das eine oder andere mal ein Brot oder eine Brezel mitnehme , sagen wir alle drei Tage, sind das 9 Tüten pro Woche beim Bäcker und 16 Tüten beim ReWe.

Ergebnis des ganzen:
Beim Bäcker spare ich mir pro Woche 7 Tüten! Bei anderen Produkte des täglichen Lebens ist dies ähnlich.

Ich möchte hier natürlich nicht als ober Aufseher und überzeugter “Öko” auftreten (das bin ich sicher nicht) aber ich finde es schon erschreckend wieviel Müll wir produzieren – OHNE das dies eigentlich nötig ist!

FOTO: © Paul-Georg Meister / PIXELIO


 
 
 

2 Kommentare zu “Wegwerfgesellschaft”

  1. Jürgen
    30. November 2009 um 21:38

    Hi Felix! Freut mich, dass mein Beitrag dir gefallen hat und er Anlass dafür war, dass du selbst etwas dazu geschrieben hast! Freue mich immer, wenn ich jemanden zum Nachdenken bringen kann.

    Das Beispiel, das du ansprichst, ist mir – nach dem, wie ich aufgewachsen bin – auch ein Dorn im Auge. Aber bei einem ausgeklügelten Wertstoff-Kreislaufsystem wäre das wahrscheinlich gar nicht einmal so schlimm: Dann sind Rohstoffe eben durchlaufende Posten, die einfach immer wieder verwertet werden. Geht aber im echten Leben leider nicht so leicht, weil es immer Verschleiß gibt und eben doch nicht alles wiederverwertet werden kann.

    Schöner Beitrag!

  2. admin
    30. November 2009 um 21:51

    Hallo Jürgen,
    Ich gebe dir recht – Theoretisch wären es durchlaufende Posten! Nur denk mal daran wieviel Energie, Wasser usw. benötigt wird die ganzen Verpackungen herzustellen. Beim wiederverwerten das selbe nochmal…

    Das ist dann leider kein durchlaufender Posten mehr.

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